Kurzkonzeption der Einrichtung

1. Unsere Kita stellt sich vor

1.1. Träger

Katholische Pfarrgemeinde St. Irmgardis Rees

 

1.2. Leitbild

Der Lebensraum Kindergarten steht für Geborgenheit und Aufbruch. Als katholischer Kindergarten sind wir eingebettet in einem größeren Zusammenhang. Das Wort Jesu: „Lasset die Kinder zu mir kommen“, ist für uns ein bedeutungsvoller Auftrag. Kinder sind offen für das Leben, für das Gute, für das Annehmen. Wir unterstützen Offenheit und Lernbereitschaft indem wir in unserer Pfarrgemeinde einen Kindergarten bereithalten, besonders auch für jene Kinder, die Benachteiligung erfahren oder auch von Behinderung bedroht sind. Die Kinder werden begleitet und gefördert bei der Ausbildung der von Gott gegebenen Fähigkeiten und Begabungen, damit ein Leben in Selbstverantwortung und Freiheit gelingen kann. Das Ziel ist nicht die Anpassung an die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedürfnisse. Wir achten die individuelle Persönlichkeit der Kinder und bieten den geschützten Raum, den sie brauchen, um Erfahrungen zu machen und ihre Selbstbildungskräfte zu fördern. Im Kindergarten erweitern die Kinder ihren Lebensraum über die Familie hinaus. In unserer katholischen Einrichtung treffen sie auf Lebenswissen, das die abendländische Kultur umfasst, und auch christliches Glaubenswissen beinhaltet. So kann ein Ort entstehen, der in unserer Zeit der gesellschaftlichen Neuorientierung dem Kind Orientierung und Sicherheit bietet, und damit den Mut findet, Neues zu wagen. So entsteht ein Lebensraum für Kinder in Geborgenheit und Aufbruch. Die pädagogischen Mitarbeiter sind sich der besonderen Verantwortung und Verpflichtung zum Schutz der Kinder bewusst. Während unseres Berufsalltages werden wir mit alltäglichen Fragen kindlicher Sexualität konfrontiert und haben uns mit den Geltungs- und Schutzbedarfen umfassend auseinandergesetzt und haben hierzu besondere Vereinbarungen getroffen.

 

1.3. Kurzbeschreibung

Unsere katholische Tageseinrichtung besteht seit 1952 und liegt im Herzen von Rees in der Fallstraße. Der Träger des Kindergartens ist die katholische Kirchengemeinde St. Irmgardis in Rees. Unser Kindergarten liegt mitten im Stadtkern, nahe der Pfarrkirche, umgeben von Geschäften, Arztpraxen, dem Pfarrhaus und anderen Wohnhäusern. Der Kindergarten besteht aus drei Gruppen, einer Regelgruppe und 2 U3 Gruppen, mit so unterschiedlichen Namen wie Marienkäfergruppe, Bienengruppe und Sonnenblumengruppe. Unsere Kinder sind in 3 altershomogenen* Gruppen eingeteilt. Mehr als die Hälfte der Kinder essen bei uns in der Einrichtung zu Mittag und werden altersentsprechend bis in den späten Nachmittag betreut.

*In altershomogenen Gruppen sind die Kinder ihrem Alter entsprechend gruppiert, also alle 2–3-Jährigen sind in einer Gruppe, alle 3,5–4,5-Jährigen sind in einer Gruppe und alle 5–6-Jährigen sind in einer Gruppe

 

Tagesablauf

Unsere Einrichtung öffnet morgens ab 7.00 Uhr. In dieser frühen Phase werden die einzelnen Stammgruppen der Kinder nach und nach von jeweils 1 Fachkraft geöffnet. Die Eltern können ihre Kinder bis 9.00 Uhr in unseren Kindergarten bringen.

Ab 8.30 Uhr können die Kinder der Bienengruppe und der Sonnenblumengruppe am gemeinsamen Frühstück im großen Bistro teilnehmen. Die Marienkäfergruppe frühstückt ab 9.00 Uhr im kleinen Bistro. Gemeinsam beginnt man den Tag dann mit einem kurzen Morgenkreis gegen 9.30 Uhr. Man begrüßt sich, betet gemeinsam oder bespricht den bevorstehenden Tagesablauf. Dann beginnt das Freispiel.

Während des Freispiels, das bis ca. 11.30 – 12.30 Uhr je nach Gruppe dauert, nehmen die Kinder an verschiedenen Angeboten teil, spielen im Außengelände oder spielen mit ihren Freund*innen in den verschiedenen Spielbereichen. Nach einer gemeinsamen Aufräumphase gehen die Kinder, die nicht abgeholt werden, in zwei Zeit Gruppen nacheinander zum Mittagessen ins jeweilige Bistro. Jede Altersstufe isst für sich. Beginnend mit den Marienkäfern und den Bienen um ca. 11.30 Uhr und den Sonnenblumen um ca. 12.30 Uhr. So können die Fachkräfte auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder ihrem Alter entsprechend eingehen. Während die Marienkäfer immer mit den gleichen Bezugspersonen essen, wechseln diese in den beiden anderen Gruppen regelmäßig. Parallel werden in dieser einstündigen Abholphase die anderen Kinder im Außengelände oder im Gruppenraum weiterhin betreut.

Nach dem Mittagessen haben es dann alle Kinder, die in der Einrichtung bleiben, eine kleine Ruhephase bis 14.00 Uhr. Während die Marienkäfer einen Mittagsschlaf halten können, dürfen sich derweil die anderen Kinder in ihren Gruppen leise zurückziehen und spielen. Ab 14.00 Uhr werden die Kinder dann weiter in ihren Gruppen betreut und sie können den Nachmittag im Kindergarten zum Freien Spielen nutzen. Um 17 .00 Uhr endet dann an den langen Tagen die Betreuung.

Betreuungszeiten:

Montag, Dienstag & Donnerstag: 7.00 -17.00 Uhr

Mittwoch: 7.00 – 15.00 Uhr

Freitag: 7.00 – 14.00 Uhr

 

2. Unser Bild vom Kind

Jedes Kind ist von Gott mit allen Anlagen für ein glückliches und erfolgreiches Leben ausgestattet. Unsere Aufgabe ist es, das Kind bei der Entdeckung und Anwendung seiner Fähigkeiten zu begleiten und zu fördern. Jedes Kind bringt seine eigenen Stärken, Schwächen und seinen ganz eigenen Entwicklungsverlauf mit. Diese Entwicklung wird geachtet und respektiert. Vorhandene Entwicklungsunterschiede der Kinder werden als Gewinn an Erfahrungen begriffen, jedes Kind so angenommen, wie es ist. Die Kinder sollen sich in unserer KiTa geborgen und angenommen fühlen. Im respektvollen und wertschätzenden Umgang erfahren sie uns als Begleiter, Beobachter und Berater ihrer Entwicklung und als Anwalt ihrer Rechte. Kinder verfügen unbestritten über ein angeborenes sexuelles Potential. Von Beginn an erleben Kinder die Welt mit allen Sinnen, entwickeln eine Beziehung zu ihrem Körper, erkunden und erforschen sich und ihre Umwelt. Erwachsene, Bezugspersonen und das pädagogische Personal tragen mit ihrer Verantwortlichkeit entscheidend dazu bei, wie Kinder mit ihrer eigenen Sexualität umgehen lernen. Kinder sind sensibel für die Spiegelungen der Erwachsenen und die Botschaften über Sexualität werden für die Zukunft abgespeichert. Die kindliche Sexualität unterscheidet sich von der Sexualität der Erwachsenen. Kinder denken und fühlen nicht in den Kategorien, wie Erwachsene es tun. Sie gehen nicht zielgerichtet vor. Die kindliche Sexualität ist geprägt durch ihre Spontanität und Unbefangenheit.

„Jedes Kind ist von Beginn an ein Wesen mit eigenen sexuellen Wünschen und Bedürfnissen. Aufklärung und Sexualerziehung gehören zu den Bildungsthemen einer Kindertageseinrichtung…“

 

3. Die Rolle der Erzieher*in

Unsere Rolle ist es, die Kinder auf einem bedeutenden Teil ihres Lebensweges zu begleiten, und sie immer wieder in ihrer individuellen Entwicklung zu unterstützen. Eine Grundvoraussetzung für unsere Arbeit ist es, die Kinder mit ihren Bedürfnissen, Sorgen, Erlebnissen, Meinungen und Gefühlen ernst zu nehmen.

Die Rolle der Erzieher*innen beruft sich darauf einen guten Kontakt zu den Kindern zu haben. Wir möchten feste Bezugspersonen sein, die den Kindern in familiärer Atmosphäre Geborgenheit und Zuwendung geben. Bei aller Anteilnahme an den Belangen der Kinder darf nicht vergessen werden, dass die Erzieher *innen nicht die Elternrolle übernehmen sollen und können, d.h. eine bestimmte professionelle Distanz ist immer zu wahren.

Die Erzieher*innen sollen als glaubwürdiges Vorbild für die Kinder dienen, d.h. sie sollen in ihrer Persönlichkeit authentisch sein. Die verschiedenen Persönlichkeiten der Erzieher / innen sind eine Bereicherung der pädagogischen Arbeit, wenn sich z.B. verschiedenen Eigenschaften und Fähigkeiten ergänzen.

Sie sollen konsequent und für die Kinder berechenbar sein, z.B., dass stets auf die Einhaltung der Regeln geachtet wird. Die Erzieher*innen sollen bei den Kindern Autorität und Respekt haben, die auf Anerkennung beruhen, nicht jedoch auf Furcht.

Sie nutzen die Freispielsituation der Gruppe für fachlich-systematische Beobachtungen um dabei die Gelegenheit wahrnehmen die Bedürfnisse und Interessen einzelner Kinder zu erkennen und mit Feingefühl darauf individuell einzugehen. Sie sollen die persönliche Entwicklung und individuelle Entfaltung der Kinder unterstützen. Die Erzieher*innen stehen den Kindern schützend, fördernd, beratend und helfend zur Seite. Bei Konflikten sollten sie den Kindern Denkanstöße zu deren Lösung geben.

Sie nehmen im Alltag mit den Kindern an Aktivitäten und Beschäftigungsangeboten wie z.B. Spielplatzausflüge, Feste, Morgenkreis, Bastelarbeiten teil. Sie geben Anregungen bei Bastel- und Spiel­ideen. Dabei sollen sich die Erzieher*innen immer auf das schon vorhandene Potential der Kinder stützen und ihnen nicht eigene Ideen „überstülpen”. Es ist wichtig angemessene Räumlichkeiten und Materialien zu stellen.

Sie sollen die Interessen der Kinder wahrzunehmen, mit Kindern Regeln erarbeiten und Grenzen setzen. Sie planen und realisieren Elternabende und Entwicklungsgespräche. Sie schaffen ein Ort der Begegnung und des gegenseitigen Austauschs für Familien.

 

4. Bildungs & Erziehungsziele – Unsere Schwerpunkte

 

4.1. Schwerpunkt Religionspädagogik

Kinder brauchen Religion, weil sie zum Leben ermutigt, Vertrauen fördert, Ich-Stärke aufbaut und Geborgenheit, Zuversicht und Hoffnung schenkt. Unser Religionsansatz im Kindergarten ist zumeist ein spielerischer. Die Kinder setzen sich durch Tätigkeiten wie basteln oder singen mit religiösen Inhalten auseinander. Oftmals sind diese an einen kirchlichen Feiertag geknüpft. So bieten Ostern, Weihnachten, St. Martin oder das Nikolaus Fest viele Möglichkeiten, die Kinder mit den Feiertagen bekannt zu machen und sich gemeinsam in der Gruppe darauf vorzubereiten. Im Mittelpunkt steht dabei stets, die Beziehung zwischen Menschen bzw. Kind zu Gott. Wir begleiten die Kinder auf ihren Weg zu einem Zugang zum Glauben.

 

4.2. Schwerpunkt ganzheitliche Förderung in altershomogenen Gruppen

Ganzheitliche Förderung umfasst alle entwicklungsrelevanten Aspekte eines jeden Kindes z.B. körperlich, emotional, sozial und intellektuell. Es geht darum, Kinder in ihrer Gesamtheit zu betrachten und zu unterstützen, um ihnen eine ausgewogene und umfassende Entwicklung zu ermöglichen.

Dabei ist es uns wichtig auf die individuellen, altersentsprechenden Bedürfnisse und Interessen jedes Kindes einzugehen und ein anregendes Umfeld zu schaffen, in dem es seine Fähigkeiten und Talente voll entfalten kann.

Dies gelingt unser Meinung nach in einer altershomogenen Gruppe am besten. Hier haben die Kinder die Möglichkeit ihrem Alter entsprechend Spielmaterialien, Spielpartner und Spielsituationen zu erleben, die sie ansprechen und individuell fördern.

Diese Prozesse begleiten und unterstützen wir als Fachkräfte jeden Tag, individuell angepasst auf jedes einzelne Kind in unseren Gruppen.

 

4.3. Schwerpunkt alltagsintegrierte Sprachförderung

Sprache stellt sich als ein bedeutendes Kommunikationsmittel dar und ist damit ein sehr wichtiger Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung. Sprache beeinflusst unsere sozialen Chancen ebenso stark wie unsere Bildungschancen. Wir bieten den Kindern im Alltag vielfältige Möglichkeiten an, die Sprache zu erwerben. Wir arbeiten dabei nicht defizitorientiert, sondern verstehen die alltagsintegrierte Sprachbildung als Chance für alle Kinder gleichermaßen. So bieten wir den Kindern in einem sicheren, vertrauten Umfeld einen Dialog an, wir integrieren Sing- und Fingerspiele, so wie Reime und Rhythmen in unseren Alltag. Wir begleiten unser alltägliches Tun mit Sprache und vermitteln den Kindern dadurch Spaß und Freude am Sprechen. Wir fühlen uns als ganzes Team für die positive Sprachentwicklung der Kinder verantwortlich. Spezielle Sprachförderangebote können durch externe Logopäden hier im Haus durchgeführt werden, wenn dieses der Wunsch der Eltern ist. Um den sprachlichen Entwicklungsstand der Kinder adäquat zu dokumentieren, füllen wir einmal im Jahr den "Basik" Dokumentationsbogen aus.

 

4.4. Schwerpunkt Bewegung

Alle Kinder kommen mit einem natürlichen Bewegungsbedürfnis auf die Welt, und für alle Kinder gilt entwicklungstheoretisch gleichermaßen, dass Bewegung für ihre ganzheitliche Entwicklung, ihr Lernen, ihre Gesundheit und ihre Bildung wichtig ist.

Bewegung wird von uns als Bestandteil der kindlichen Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozesse in allen Bildungsinstitutionen verstanden. Dabei stellen wir nicht nur einen „Bewegungsraum“ für die Kinder bereit, damit sie ihren Bewegungsbedürfnisse spontan nachgehen können, sondern bieten auch gezielte Angebote an, gestalten und begleiten diese aktiv mit den Kindern, um konkrete Entwicklungs-, Lern- und Bildungsprozesse weiter zu fördern. Deshalb bieten wir in unserer Einrichtung jeden Tag die Möglichkeit viele verschiedene Bewegungsangebote wahrzunehmen. Egal ob im Flur, dem Bewegungsraum, im Außengelände oder bei der wöchentlichen Turnstunde, die Kinder sollen immer wieder Anreize bekommen, um Bewegungserfahrungen zu sammeln.

Einmal im Jahr werden diese Bildungsprozesse durch ein Beobachtungsverfahren mit dem Dokumentationsbogen „MotorikPlus“ von den Fachkräften dokumentiert.

 

4.5. Integration & Inklusion

Unter Integration verstehen wir in unserer Einrichtung, dass wir alle Kinder gleichermaßen annehmen, unabhängig ihrer Herkunft, ihrem Aussehen oder ihrer Religion etc. Wir sind offen, für die Kinder, die zu uns kommen. Wir heißen alle in unserem Kindergarten willkommen und freuen uns über die vielen individuellen Charakteren, die wir mit der Zeit kennen lernen dürfen.

Unser Ziel ist es, dass keiner ausgeschlossen oder ausgegrenzt wird. Wir wünschen uns, dass sich alle Kinder bei uns wohl und angenommen fühlen. Dieses erreichen wir durch pädagogisches Handeln das klar auf Respekt, Toleranz und Rücksichtnahme beruht. Die Kinder lernen von Anfang an, dass sie voneinander und miteinander lernen können, wir stärken ihr Selbstbewusstsein und ihr Verantwortungsgefühl anderen Kindern gegenüber. Sich gegenseitig helfen und zu verstehen, wie es dem anderen gerade geht sind für uns genauso wichtig wie Freundschaften zu schließen und das gute Gefühl in den Kindergarten zu gehen.

 

4.6. Schwerpunkt U3 Betreuung

Kinder unter drei Jahren haben besondere Bedürfnisse und benötigen von den Betreuungspersonen ein hohes Maß an Flexibilität und Gelassenheit. Unter Dreijährige haben das Bedürfnis nach:

  • liebevoller Zuwendung, zunächst durch eine feste Bezugsperson
  • einfühlsamer und beziehungsvoller Pflege
  • empathischer Anteilnahme und Unterstützung in neuen Situationen
  • individueller und entwicklungsangemessener Förderung

Unsere pädagogischen Angebote sind so gestaltet, dass die Kinder durch eine anregende Umgebung sowie durch Kommunikation und Bestätigung ihrer Bezugspersonen in ihrer Selbstständigkeit, ihrer Individualität und ihrer Selbstwirksamkeit unterstützt und gestärkt werden

 

Eingewöhnungsphase

Wir setzen uns frühzeitig mit den Eltern über die Eingewöhnungsphase und deren Gestaltung auseinander, tauschen uns aus und überlegen dann, wie diese aussehen kann. Demnach wird die Eingewöhnungsphase für jedes Kind individuell aussehen. Diese Zeit kann bis zu sechs Wochen dauern. In den ersten Tagen könnte es so aussehen, dass ein Elternteil mit seinem Kind in unserer Einrichtung bleibt, die Bezugserzieherin das Kind kennenlernt und begleitet, so können die ersten Kontakte der Erzieherin zum Kind bei der gemeinsamen Pflege und beim gemeinsamen Spiel aufgebaut werden. Ein weiterer Schritt ist die erste Trennung für kurze Zeit von dem Elternteil. Die Reaktionen der Kinder werden beobachtet und daraus werden weitere Schritte gemeinsam abgesprochen.

Ein guter offener Austausch ist in dieser Phase sehr wichtig. Zusammenarbeit mit den Eltern Elternarbeit beginnt bei uns schon bei der Anmeldung des Kindes. Hier können sich die Eltern schon ein Bild von der Einrichtung und der Arbeit machen. „Tür und Angelgespräche" finden zum einfachen Informationsaustausch oder zur Kurzinformation statt. Für wichtige Gespräche nehmen wir uns immer Zeit. Diese sollten auch möglichst zeitnah stattfinden.

 

5. Einzelne Bereiche in der Kita

5.1. Marienkäfergruppe

Der Gruppenraum ist den Bedürfnissen der U3 Kinder entsprechend umgebaut und eingerichtet.

Wir ermöglichen entwicklungsspezifische Bewegungsanreize z.B., eine „Rennstraße" auf dem Flur und das Begehen von Treppen beim Spiel in der zweiten Ebene. Bewegungsanregungen, insbesondere für die Förderung der Körperwahrnehmung, stehen dann nicht nur in der Bewegungsbaustelle, sondern auch im Gruppenraum zur Verfügung. Wir bieten Spielmaterialien für die Altersgruppe an, die von Zeit zu Zeit ausgewechselt werden. Für jüngere Kinder Gegenstände aus dem Alltag wie Töpfe, Holzlöffel, Dosen oder Eimer. Für die älteren Kinder realitätsgerechte Requisiten wie Verkleidungsgegenstände und verschieden Werkzeuge. Eben-falls werden Materialien für die sinnliche Wahrnehmung bereitgestellt.

Der Waschraum

Unser Waschraum ist den Bedürfnissen der U3 Kinder angepasst und wir nehmen uns genügend Zeit für die Pflege des einzelnen Kindes. Dabei möchten wir die ganzheitliche Erlebniswelt der Kinder berücksichtigen. Wir haben für jedes Kind eine spezielle Aufbewahrungsmöglichkeit, in der z.B. Wechselkleidung, Pampers, Creme etc. Platz finden.

 

5.2. Bienengruppe

In der Bienengruppe werden derzeit ca. 20 Kinder im Alter von 3 bis 4,5 Jahren betreut. Hier haben die Kinder die Möglichkeit viele unterschiedliche Materialerfahrungen zu sammeln. Sie können in einem großzügigen Rollenspielbereich in verschiedene Rollen schlüpfen oder im großen Konstruktionsbereich mit unterschiedlichen Baumaterialien versuchen die besten Baumeister der Kita zu werden.

Natürlich kann auch hier altersentsprechend gemalt und gebastelt werden, denn die ganzheitliche Förderung steht für uns im Vordergrund. Der Schwerpunkt liegt auf einer gut vorbereiteten, immer wieder wechselnden Spielumgebung mit verschiedensten Materialimpulsen. Diese werden durch 3 Fachkräfte tatkräftig begleitet und unterstützt. Die Bienen Gruppe legt den Grundstein für wichtige Material Erfahrungen und somit für die ganzheitliche Basis, die die Kinder brauchen um größer, mutiger und auch selbständiger zu werden.

 

5.3. Sonnenblumengruppe

In der Sonnenblumengruppe werden derzeit bis zu 20 Kinder im Vorschulalter betreut. Hier finden die Kinder im Alter von ca. 4,5 bis 6 Jahren viele verschiedene Spielmaterialien, Bastelmaterialien oder vorschulische Materialien, um selbständig Erfahrungen zu sammeln und ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterzuentwickeln. Hierbei werden sie von 3 Fachkräften und einer PIA-Auszubildenden begleitet und unterstützt. Schwerpunkte in unserer Arbeit sind Selbstständigkeit, Partizipation und Inklusion. Die Kinder sollen in der Sonnenblumengruppe zusätzlich die Möglichkeiten bekommen vielfältige Sinneserfahrungen zu machen und lernen in einer Gruppe zusammen zu arbeiten. Teamwork wird hier großgeschrieben und ist für uns nur eine von vielen wichtigen Vorläufer Fähigkeiten für den Schulbeginn, die hier trainiert werden.

 

5.4. Das Bistro

Der Essbereich soll für alle Kinder altersentsprechend angepasst werden. Die individuellen Ess- und Trinkgewohnheiten, sowie die Geschmacksvorlieben der Kinder werden berücksichtigt. Selbstbestimmung und Selbstständigkeit werden bei der Gestaltung der Esssituation durch allein essen und trinken oder Brote schmieren gefördert. Wichtig ist auch, die Essensmengen selbst bestimmen und ab einem gewissen Alter auch das selbstständige Essen mit Besteck. Die Förderung von sozialen Umgangsformen im Essbereich ist uns wichtig. Die Erwachsenen haben selbstverständlich eine Vorbildfunktion, indem sie die Speisen probieren und ebenso essen wie die Kinder.

 

5.6. Der Ruheraum

Nach dem Mittagessen bieten wir unseren 2-3-jährigen Kindern einen ruhigen Rückzugsraum. Es gibt einen separaten Schlafraum. Dieser wird von den Kindern genutzt, die das Bedürfnis zum Schlafen haben. Es wird kein Kind zum Schlafen oder ins Bett gehen gezwungen. Jedes Kind hat ein eigenes Bett und eigene Bettwäsche, die wir stellen. Die Kinder werden immer von der gleichen Erzieherin, die für die Schlafsituation zuständig ist, begleitet. Diese bleibt mit im Zimmer, bis die Kinder eingeschlafen sind. Wir erkundigen uns bei den Eltern nach den Schlafritualen des Kindes (Schlafsack, Schnuller, Kuscheltier etc.), so dass sich das Kind bei uns während der Ruhephase geborgen und sicher fühlt.

Der Ruheraum liegt in entsprechend ruhiger Lage. Er wird den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder angepasst, z.B. Matratzen, Kuschelplätze oder Schlafnischen wird für jedes Kind individuell eingerichtet, sodass jeder weiß, wo welches Kind schläft.

 

5.7. Das naturnahe Außengelände

Durch die Verwendung von natürlichen Materialien, Steine, Robinienhölzern, Rindenmulch, Kies, Pflanzen, wird die sinnliche Wahrnehmung des Kindes angeregt. Das Kind erlebt die Materialien, durch eigenes Ertasten, Fühlen, Riechen, Schmecken, Spüren. Dies hat eine direkte Auswirkung auf die sinnliche Wahrnehmung des Kindes und weckt Neugierde und ein Wertebewusstsein, welches durch die pädagogische Arbeit der Erzieherinnen untermauert wird. Es erfährt sich in einer Umgebung, die es mitgestalten, verändern und selbst pflegen darf. Das führt zu einem wertschätzenden, nachhaltigen, und zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur im Alltag.

 

6. Zusammenarbeit

6.1. im Team

Teamarbeit ist in unserer Kita die Grundlage für eine optimale Kinderbetreuung und erfordert klare Aufgabenverteilung, offene Kommunikation, regelmäßige Teamsitzungen und gegenseitigen Respekt. Eine gute Teamarbeit fördert die Nutzung individueller Stärken, die konstruktive Konfliktlösung und stärkt den Zusammenhalt, was sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit und die Qualität der Betreuung auswirkt. In unseren wöchentlichen kleinen Teamsitzungen der Vollzeitkräfte wird der Kita Alltag geplant, strukturiert und evaluiert.

Hier werden gruppenübergreifend pädagogische Inhalte, Termine sowie Fragen & Probleme besprochen und reflektiert. Auch Fallbesprechungen und kollegiale Beratungen sind möglich. In verschiedenen anderen Formaten gibt es auch die Möglichkeit unterschiedliche Schwerpunkte zu setzen. Einmal im Monat findet ein Großes Team statt. Hier sind alle pädagogische Kräfte anwesend, egal ob Teilzeitkraft oder Vollzeitkraft. Im Großen Team werden zu einem Feiern & Feste im Kirchenjahr geplant und zusätzlich dazu gibt es regelmäßig pädagogische Impulse zu Alltags- spezifischen Themen z.B. Nähe & Distanz in der Eingewöhnung oder Aufsichtspflicht. Außerdem gibt es noch regelmäßige Gruppen Team Sitzungen, hier können die Teams der einzelnen Gruppen eigenständig Angebote und Projekte besprechen, planen und reflektieren. Außerdem werden hier die Dokumentationen der Kinder regelmäßig geschrieben und besprochen.

Fortbildung und Weiterbildung sind für uns als Fachkräfte ein wichtiger Bestandteil für eine lebendige pädagogische Arbeit. Wir nehmen regelmäßig im Jahr an verschiedenen Schwerpunkt Fortbildungen teil. Diese Fortbildungen werden durch unseren Träger finanziert und durch eine gute zeitliche Planung innerhalb des Teams, im Alltag möglich gemacht. Auch hier greifen wir auf verschiedene Formate zurück. Es gibt die Möglichkeit Einzelfortbildungen in Anspruch zu nehmen oder Inhouse Schulungen für das gesamte Kita Team, hier sind die zu Grunde liegenden Themen ausschlaggebend, welche Form gerade sinnvoller ist.

Mitarbeiter*innen Gespräche Einmal im Jahr werden in Zusammenarbeit von Verbundleitung und Einrichtungsleitung Mitarbeiter*innen Gespräche geführt. Diese dienen zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Personals und sind somit ein zentraler Bestandteil des Qualitätsmanagements.

 

6.2. mit den Eltern

Wir arbeiten mit Eltern und Kindern nach dem Prinzip des achtsamen Wahrnehmens. In einer Atmosphäre der Offenheit sind Kritik und Beschwerden, das Äußern von Wünschen und Bedürfnissen von Eltern und Kindern jederzeit erwünscht. Dieses ist wichtige Grundlagen zur vertrauensvollen und zufriedenen Zusammenarbeit und ein Zeichen, dass wir uns gegenseitig ernst nehmen. Sind Eltern und Kinder in dieser Form eingebunden, fühlen sie sich ernst genommen und für die Gemeinschaft wichtig.

Stets ein offenes Ohr für die Belange der Familien zu haben, ist für uns von großer Bedeutung - wobei wir immer das Wohl des Kindes" vor Augen haben.

 

6.3. mit dem Träger

• Pastor Michael Eiden Dienstvorgesetzter und Pfarrer

• Vertreter des Kirchenvorstandes für den Kindergarten

• Pädagogische Fachberatung der Caritas

• Zusammenarbeit mit Michaela Harberle-Findeisen Verbundleitung

• Messgestaltung in Zusammenarbeit mit dem pastoralen Team

• Mitarbeitervertretung

• Zusammenarbeit mit Pastoral- und Gemeindereferenten

• pädagogischer Austausch mit den katholischen Kindergärten der Kirchengemeinde 

 

6.4. mit anderen Institutionen

Es ist uns wichtig, mit anderen Institutionen zusammen zu arbeiten, um das Bildungs- und Lernfeld der Kinder zu erweitern und ihre Entwicklung breit gefächert zu fördern.

Grundschule

Hierzu arbeiten wir eng mit der Grundschule Rees in verschiedenen Bereichen zusammen. Es finden regelmäßige gemeinsame Teams statt, es gibt Verknüpfungspunkte direkt vor Ort und Begegnungspunkte im Kindergartenalltag.

Gemeinwesen

Außerdem arbeiten wir mit Einrichtungen des Gemeinwesens, wie der örtlichen Feuerwehr, dem Sportverein, der Pfarrgemeinde, dem Bäcker, der Polizei oder der Stadtbibliothek zusammen.

Beratungs- und Förderinstitutionen

Treten im Alltag in der Kita besondere Schwierigkeiten auf, z.B. Sprachauffälligkeiten, motorische Unsicherheiten etc., wird im Gespräch mit den Eltern empfohlen, eine zusätzliche Beratungs- und Förderinstitution z.B. Kinderarzt, Frühförderzentrum, SPZ, Logopäde, Ergotherapeut, Erziehungsberatungsstelle, u.a. aufzusuchen. Diese bieten fachliche Unterstützung und Beratung und sind notwendige und sinnvolle Ergänzungen im pädagogischen Alltag unserer Kindertagesstätte.

St. Irmgardis Kita

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